Please assign a menu to the primary menu location under menu

Die reichsten Deutschen: Ein Überblick

Selbstverständlich muss ein Vergleich, muss eine Übersicht zu den reichsten Deutschen bei den nackten Zahlen ansetzen – wie sonst ließe sich ein Vermögen interpretieren, das milliardenschwer ausfällt, riesige Beteiligungen an Weltkonzernen ausweist und ansonsten naturgemäß wenig bekannt daherkommt? Es lohnt sich hierbei natürlich ein Blick in die übliche Forbes Liste, die mit Sicherheit berühmteste Auflistung der Kultur des schnöden Mammons, doch im Vergleich zu neureichen Chinesen, alteingesessenen amerikanischen Geschäftsleute oder Internetmilliardären erscheinen die wohlhabendsten Deutschen geradezu eintönig, ja sogar langweilig in ihren Gebärden. In der Regel sehr verschwiegen und selten in der Öffentlichkeit stehend üben die Superreichen in Deutschland trotzdem eine Menge Einfluss aus.

Erben und Familien im Fokus

Ganz oben steht die Sippschaft der Familie Reimann, die in diesem Jahr wohl auf gut 30 Milliarden Euro Besitz kommen. Als Familienoberhäupter fungieren mehrere Geschwister und das Vermögen geht in erster Linie auf Beteiligungen und Erbschaften aus den Bereichen der Kosmetik, Beauty, Kaffee und Haushaltsprodukten zurück. Dicht folgt die Familie Schaeffler, die vor Jahren mit der Übernahme von Continental in die Schlagzeile geriet, hier sammeln sich rund 26 Milliarden Euro auf den Konto, in den Stiftungen und bei den Anteilsscheinen, wobei Maschinenbau und Autozulieferung weiterhin eine wichtige Rolle spielen. Den dritten Rang und damit noch auf dem Podium sichert sich der umtriebige, wenngleich wenig sichtbare Dieter Schwarz, dessen Einzelhandelsimperium Lidl seit vielen Jahren den Deutschen als erfolgreicher Marktdiscounter bekannt ist, das jedenfalls brachte dem Besitzer um die 22 Milliarden Euro ein.

Ein Querschnitt durch die deutsche Wirtschaft

Neben den ganz reichen Top 3 finden sich viele weitere Familien und Unternehmen, die immer noch über Milliarden Vermögen und hier sind vor allem die Gebrüder Albrecht zu nennen. Diese erfanden einst das Konzept von Aldi, einem Discounter auf Einzelhandelsbasis, und nur die Aufteilung ihrer Firmen in Nord und Süd hat dazu geführt, dass die beiden Herren Karl und Theo heute bezüglich ihres Vermögens getrennt geführt werden. Zusammen sind die 35 Milliarden Euro sogar mehr als die erstplatzierte Familie Reimann vorweisen kann, doch wird es eben nicht zusammengerechnet! Sehr bekannt und vor einiger Zeit sogar Gegenstand eines Erpressungsskandals ist Susanne Klatten, die rund 17,5 Milliarden Euro und Beteiligungen bei BMW, SGL Carbon, bei Altana und weiteren Firmen etwa im Energiesektor vorweisen kann. Hier hinein gehört auch Stefan Quandt, der hat rund 18 Milliarden und verfügt vor allem über Anteilsscheine bei erfolgreichen Unternehmen.

Die Familie Würth, ihres Zeichens Erfinder des Dübels für die Wand, erwirtschaftete im Wesentlichen mit der Belieferung der Werkzeugmärkte ihre heute gut 12 Milliarden Euro, während Familie Thiele mit knapp 8,6 Milliarden Euro vor allem auf die Eisenbahn und den Automobilbau setzt. Zum Schluss sey noch aus den SAP Giganten Hasso Plattner verwiesen, der ist sicher eine Besonderheit, weil kein Erbe und kein aus dem Einzelhandel stammender Unternehmer, der sein Vermögen vielmehr mit Deutschlands vielleicht einzigem IT Unternehmen von Weltrang, dem Speicherspezialisten SAP, gemacht hat. Plattner kommt auf rund 9 Milliarden Euro und schafft es so immer noch locker in die Top 10 der reichsten Deutschen in 2017.